Nach Einladung ins Weisse Haus US-Eishockeyfrauen wollen nicht zu Trump – und Kaliforniens First Lady verspottet ihn

Maximilian Haase

24.2.2026

Zum dritten Mal nach 1998 und 2018 wurden die US-Frauen Olympiasiegerinnen im Eishockey. Eine Einladung Donald Trumps ins Weisse Haus schlugen sie aus.
Zum dritten Mal nach 1998 und 2018 wurden die US-Frauen Olympiasiegerinnen im Eishockey. Eine Einladung Donald Trumps ins Weisse Haus schlugen sie aus.
Petr David Josek/AP/dpa

Das US-Eishockeyteam der Frauen hat Trumps spöttischer Einladung ins Weisse Haus eine Absage erteilt – und erhält dafür Unterstützung von Kaliforniens First Lady. Die macht sich im Netz über den Präsidenten lustig.

Maximilian Haase

Keine Zeit? blue News fasst für dich zusammen

  • Das US-Eishockeyteam der Frauen hat der Einladung Donald Trumps ins Weisse Haus eine Absage erteilt und wird nun von prominenter Seite darin bekräftigt.
  • Jennifer Siebel Newsom, die Frau des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom, postete bei X: «Offenbar bevorzugen sie Arenen, in denen Frauen tatsächlich respektiert werden».
  • Zuvor hatte Donald Trump nur dem siegreichen Männerteam persönlich gratuliert und das Frauenteam in einem oft spöttisch gelesenen Kommentar mit eingeladen.

Wer andere verspottet, wird oft selbst Ziel des Spotts – das musste abermals auch Donald Trump feststellen: Nachdem er die US-Eishockeymannschaft der Frauen mit ironischem Unterton ins Weisse Haus eingeladen hatte, lehnten die Olympiasiegerinnen dankend ab.

Unterstützung erhält das Team nun von prominenter Seite: Jennifer Siebel Newsom, Ehefrau des kalifornischen Gouverneurs Gavin Newsom, machte sich öffentlich über Trump lustig. Mit Blick auf die ausgeschlagene Einladung durch die Goldmedaillengewinnerinnen schrieb Kaliforniens First Lady bei X: «Offenbar bevorzugen sie Arenen, in denen Frauen tatsächlich respektiert werden. Und das zu Recht».

Trump gratuliert nur Männern persönlich

Die US-Eishockeyfrauen hatten an den Olympischen Winterspielen in Italien im Final Kanada mit 2:1 besiegt und die Goldmedaille gewonnen. Das Weisse Haus hatte daraufhin eine Gratulationsbotschaft veröffentlicht, Trump sich auf seinen persönlichen Social-Media-Kanälen jedoch nicht zum Titelgewinn geäussert.

Anders beim Männerteam: Nach dessen Finalsieg gegen Kanada gratulierte der Präsident per Anruf. In einem auf Social Media und in US-Medien verbreiteten Video ist zu sehen, wie Trump in der Kabine per Handy zugeschaltet ist und das Team zur «State of the Union»-Rede sowie zu einem späteren Besuch ins Weisse Haus einlädt.

«Wir werden einfach ein bisschen Spass haben. Wir haben Medaillen für euch», sagte Trump in dem Telefonat, das laut «Newsweek» vom FBI-Direktor Kash Patel vermittelt wurde.

Mit Blick auf das Frauenteam scherzte er: «Und ich muss euch sagen, dass wir die Frauenmannschaft mitbringen müssen, das wisst ihr. Ich glaube, es würde wahrscheinlich ein Amtsenthebungsverfahren gegen mich geben, wenn das Frauenteam nicht eingeladen würde».

Einladung ausgeschlagen

Diese etwas spöttische Einladung schlugen die US-Eishockeyfrauen schliesslich aus – mit Verweis auf terminliche Verpflichtungen. «Wir sind aufrichtig dankbar für die Einladung an unser mit Gold ausgezeichnetes US-Frauenteam und schätzen die Anerkennung ihrer aussergewöhnlichen Leistung sehr», hiess es in einer Erklärung des Teams.

Und weiter: «Aufgrund des Zeitpunkts und bereits geplanter akademischer und beruflicher Verpflichtungen nach den Spielen können die Athletinnen nicht teilnehmen. Sie fühlen sich geehrt, berücksichtigt worden zu sein, und sind dankbar für die Anerkennung.»

Die Debatte liess nicht lange auf sich warten: Während das Weisse Haus offiziell den sportlichen Erfolg beider Teams würdigte, wird in sozialen Medien darüber diskutiert, weshalb der Präsident nur dem Männerteam persönlich gratulierte. Derweil gab es weder von Trump noch vom Weissen Haus eine Reaktion auf die ausgeschlagene Einladung.