Ukraine-Affäre«Nationale Sicherheit untergraben» – US-Militäroffizier will auspacken
AP
29.10.2019
US-Präsident Donald Trump droht in der Ukraine-Affäre neuer Ärger. Ein hoher Militäroffizier widerspricht einer vorhergegangenen Aussage eines Trump-Getreuen deutlich.
Ein hoher US-Militäroffizier will Präsident Donald Trump in der Ukraine-Affäre schwer belasten. Bei einer Anhörung im Repräsentantenhaus will Alexander Vindman zu Protokoll geben, dass er zweimal Unbehagen über Trumps Wunsch nach ukrainischen Ermittlungen gegen den demokratischen Präsidentschaftsbewerber Joe Biden geäussert habe.
Seine Bedenken habe er dem Rechtsbeistand des Nationalen Sicherheitsrats gemeldet, hiess es in Auszügen von Vindmans Aussage, die der Nachrichtenagentur AP am Montag vorlagen.
Die Demokraten prüfen ein mögliches Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten – im Zuge der Voruntersuchungen sagt mit Oberstleutnant Vindmann am Dienstag erstmals ein aktueller Mitarbeiter im Weissen Haus aus. Für diese Woche planen die Demokraten zudem ein Votum im Plenum, das die Ermittlungen bekräftigen und unter anderem öffentliche Anhörungen von Zeugen in der Ukraine-Affäre ermöglichen soll.
Den Kern der Nachforschungen bildet Trumps Telefonat mit seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj im Sommer. Laut einer Mitschrift forderte Trump ihn zu Korruptionsermittlungen gegen Biden und dessen Sohn Hunter auf. Hunter Biden war für die Erdgasfirma Burisma tätig, während sein Vater als Vizepräsident für die Ukraine-Politik zuständig war.
Die Demokraten sehen in Trumps Verhalten einen Akt des Amtsmissbrauchs, um sich 2020 Vorteile zu verschaffen. Nach US-Recht ist es illegal, ausländische Hilfe für eine Wahl zu erbitten oder entgegenzunehmen.
«Ich war beunruhigt über das Telefonat»
«Ich war beunruhigt über das Telefonat», heisst es in Vindmans Aussage über Trumps Gespräch mit Selenskyj am 25. Juli. «Ich dachte nicht, dass es korrekt war, von einer ausländischen Regierung zu verlangen, gegen einen US-Bürger zu ermitteln, und ich habe mir Sorgen über die Auswirkungen für die Unterstützung der US-Regierung für die Ukraine gemacht.»
Ferner schrieb Vindman: «Mir wurde bewusst, dass wenn die Ukraine Ermittlungen zu den Bidens und Burisma verfolgt, dies wahrscheinlich als parteipolitisches Spiel aufgefasst würde, was unzweifelhaft dazu führen würde, dass die Ukraine ihre parteiübergreifende Unterstützung verliert, die sie bislang genossen hat. All dies würde die nationale Sicherheit der USA untergraben.»
Vindman will zudem aussagen, dass er seine Bedenken schon nach einem vorangegangenen Treffen am 10. Juli geäussert habe. Damals habe der US-Botschafter bei der EU, Gordon Sondland, betont, wie wichtig es sei, die Ukraine sowohl zu Ermittlungen zur US-Wahl 2016 als auch zur Firma Burisma anzuhalten.
Botschafter Sondland widersprochen
Er habe Sondland entgegnet, dass «dessen Äusserungen unangemessen» seien und dass die Bitte um Ermittlungen gegen Biden und dessen Sohn nichts mit der nationalen Sicherheit der USA zu tun habe. Zudem habe er – Vindmann – deutlich gemacht, dass sich der Nationale Sicherheitsrat nicht in eine solche Untersuchung einmischen oder diese vorantreiben sollte.
Die Darstellung weicht stark von Sondlands jüngster Aussage im Kongress ab. Der Botschafter hatte Abgeordneten versichert, dass niemand im Nationalen Sicherheitsrat «irgendwelche Bedenken» geäussert habe. Zudem habe er von keiner Verbindung zwischen Biden und Burisma gewusst.
Vindman hatte verschiedene militärische und diplomatische Posten inne, ehe er zum Nationalen Sicherheitsrat stiess. Er war Direktor für Europäische Angelegenheiten und Ukraine-Experte unter Fiona Hill, die früher für den ehemaligen Nationalen Sicherheitsberater John Bolton arbeitete. Hill hat bereits im Rahmen der Vorermittlungen zum möglichen Amtsenthebungsverfahren gegen Trump ausgesagt.
Evakuierungsaktion bei der Seilbahn Lungern-Turren in Lungern im Kanton Obwalden: Wegen einer technischen Panne mussten rund 27 Personen mit dem Helikopter gerettet werden.
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Von Ruhe auf einer Parkbank kann hier nicht die Rede sein: Möwen und Tauben schwirren und fliegen um eine Frau in Tokio umher. (26.1.2021)
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Banger Blick zum Horizont: Ein freiwilliger Helfer benutzt sein Walkie-Talkie, während er den Vulkan Mount Merapi während einer Eruption überwacht. Der Vulkan, der als einer der gefährlichsten der Welt gilt, ist erneut ausgebrochen und spukte mehrere Stunden glühende Asche und Gestein. (27.1.2021)
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Stausee verkommt zu «fliessenden Müllhalde: Ein Mann geht an Tonnen von Müll vorbei, die am Fusse des Wasserkraftwerks am Potpecko-Stausee in Serbien schwimmen. Vor allem Plastikabfälle gelangen durch Nebenflüsse in den Stausee und sammeln sich hier an. Eine serbische Zeitung schrieb bereits von einer «fliessenden Müllhalde». (26.1.2021)
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Dickschädeltest: Stirn an Stirn messen zwei Rinder im deutschen Naturschutzgebiet Boberger Niederung ihre Kräfte. (25.1.2021)
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Nasskaltes Ende: Zwischen Frauenfeld und Matzingen ist eine 33-jährige Wagenlenkerin bei Glatteis von der Strasse abgekommen und im Murgkanal gelandet. Die Frau wurde mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht. (26.1.2021)
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Opfer der Zerstörungswut: Ein Mann räumt in einem Fast-Food-Restaurant in Rotterdam auf. Die Niederlande sind erneut von sogenannten Corona-Krawallen erfasst worden. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten nach Polizeiangaben in mehreren Städten randaliert und dabei auch die Polizei angegriffen. (25.1.2021)
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Auf den Hund gekommen: Vierbeiner der Indian Railway Protection Force zeigen anlässlich des indischen Nationalfeiertags ihre Kunststückchen.
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Galionsfigur mit Kettensäge: Im ungarischen Szilvásvárad streckt sich ein Feuerwehrmann auf dem Dach eines Zugs, um einen Ast abzusägen, der unter der Schneelast heruntergebrochen ist und die Bahnstrecke blockiert. (25.1.2021)
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Und sie tun es immer noch: In Rio De Janeiro tummeln sich grosse Menschenmengen auf engem Raum am Strand von Ipanema in Rio de Janeiro. Und das obwohl Brasilien nach wie vor sehr hohe Corona-Fallzahlen hat.
Bild: Bruna Prado/AP/dpa
Himmlische Hilfe: Feuerwehrfrau Tegan Rayner von der Belair Brigade CFS freut sich über den Regen, während sie nach Löscharbeiten der Buschbrände in Cherry Gardens in der Nähe von Adelaide, Australien, steht. (25.1.2021)
Bild: Brenton Edwards/ADELAIDE ADVERTISER/AAP/dpa
Winterfest: Stammrosen sind im Rosenpark Dräger in Steinfurth, Deutschland, mit Folie kältesicher verpackt. (25.1.2021)