Kolumne am MittagWarum sich auch Robbie Williams als Handy-Gegner outet
Von Bruno Bötschi
20.11.2019
Elton John mag es nicht. Rockmusiker Jack White hatte noch gar nie eines. Nun gab sich ein weiterer Star als Handy-Gegner zu erkennen: Popsänger Robbie Williams. Warum denn?
Liebe Leserinnen und Leser, dies vorweg: Wie wäre es, wenn wir Musik während eines Konzertes des britischen Popsängers Robbie Williams einfach mal wieder nur geniessen würden?
«Dann geht’s los. Der weisse Vorhang, der die Bühne verhüllt, fällt. Der Rap-Gott, der Vorhänge mag, lässt sich nicht bitten und beginnt seinen Auftritt ohne Verspätung. Ekstase. Aber dann: Tausende Scheiss-Handys werden gezückt und eine Armlänge hoch in die Luft gehalten. Ich sehe nichts mehr von der Bühne ...», ärgert sich Bloggerin Livia Gamper.
So wie Konzertbesucherin Gamper während eines Auftrittes von Eminem am Openair Frauenfeld geht es vielen Menschen. Sie lieben Konzerte, sie mögen Live-Musik, doch häufig wird ihnen der Blick auf die Bühne versperrt: von Fans, die ihre Smartphones nach oben strecken. Weniger Leute klatschen, weniger tanzen – Hauptsache, es wird gefilmt.
Konzerte nur ohne Handys
Immer mehr Künstlerinnen und Künstler sind vom Handygebrauch während ihrer Konzerte völlig genervt. Der US-Rockmusiker Jack White traf deshalb schon eine drastische Massnahme: Während seiner Auftritte sind Mobiltelefone verboten. Wenn jeder mit seinem Smartphone beschäftigt sei, sei die Stimmung dahin, so der Musiker.
White findet den Anblick von Menschen, die dauernd mit ihren Handys hantieren, überhaupt befremdlich – also nicht nur während seiner Konzerte. «Es ist komisch, durch die Strassen zu gehen und den Leuten zuzusehen», sagte der 43-Jährige in einem Interview mit dem britischen TV-Sender Channel 4 – White kommt übrigens gänzlich ohne Handy aus.
Wie gut das Handy-Verbot an seinen Auftritten angekommen sei, das habe ihn schlicht verblüfft: «Zu aller Überraschung liebten es alle.»
Revoluzzer Robbie Williams?
Ein richtiger Schritt von Musiker White? Oder ein übertriebener? So oder so: Das Kein-Handy-haben-Outing scheint unter Musikern gerade topaktuell zu sein.
Der britische Popsänger Robbie Williams offenbarte jüngst im «Guardian»: Er habe seit 13 Jahren kein Handy mehr. «Ich bin immer auf meinem Computer, ich habe immer Wi-Fi ... – ich bin das Smartphone losgeworden, weil ich es einfach nicht mag.»
Williams benutzt zwar kein Mobiltelefon, auf den sozialen Medien ist er trotzdem präsent – über zwei Millionen Follower auf Instagram und über 2,5 Millionen auf Twitter konnten dort kürzlich die Ankündigung seines Weihnachtsalbums lesen, das am 22. November erscheint.
Genau, Williams nutzt die sozialen Medien für Marketingzwecke – allerdings macht er dafür keinen Finger krumm. Herr Williams lässt schreiben. Unter seiner Aufsicht zwar, zumindest behauptet er das: Er gibt Instruktionen, liest gegen, überprüft, ob alles okay ist – erst dann darf für ihn getwittert und geinstagramt werden.
Würde allerdings einer von Williams Mitarbeitern Quatsch posten, hätte der Popsänger wohl ziemlich schnell ein Problem. Er kenne nicht mal die Passwörter für seine Social-Media-Kanäle, beteuert der Musiker.
Wer nun glaubt, Williams sei ein Revoluzzer, der liegt jedoch falsch. Der Grund für die Handyabsenz von William ist eine Vorsichtsmassnahme: «Würde ich spontan posten, wäre meine Karriere schnell vorbei.»
Auch Elton John mag Handys auch nicht
Und es gibt noch weitere prominente Menschen, die dem Smartphone abgeschworen haben. Auch Musiker Elton John, Schauspielerin Shailene Woodley und Schauspieler Eddie Redmayne sind keine Fans der stetigen Wegbegleiter.
Elton John findet sogar, dass ihm Smartphones das Ausgehen vermiesten: «Früher konnte man fortgehen und sich in der Öffentlichkeit ausserordentlich schlecht benehmen, und niemand machte ein Foto. Das hat sich mit der Technologie geändert. Jetzt ist Ausgehen wirklich ein Aufwand», beschwerte er sich 2016.
Vergangenes Jahr wiederholte der Musiker gegenüber «Radio Time» seine Abneigung: «Ich hoffe, dass die Leute weniger Zeit mit ihren Telefonen verbringen. Ich liebe die Vorteile, die die Technologie uns gegeben hat, aber nichts ist besser als eine lebhafte Konversation und ein paar grosse Lacher.»
Also, liebe Leserinnen und Leser, noch einmal: Wie wäre es, wenn wir Musik während eines Konzertes unserer Lieblingskünstlerinnen und -künstler einfach mal wieder nur genössen?
Wir schaffen das doch auch im Kino, während des Gottesdienstes oder eines schönen Dates – warum also nicht auch, wenn wir die fabelhaften Menschen live sehen dürfen, die wir sonst nur über YouTube, Spotify oder auf CD hören?
Momoll, wir schaffen das.
Künftig gibt es regelmässig bis unregelmässig um 12 Uhr auf «Bluewin» die Kolumne am Mittag.
Evakuierungsaktion bei der Seilbahn Lungern-Turren in Lungern im Kanton Obwalden: Wegen einer technischen Panne mussten rund 27 Personen mit dem Helikopter gerettet werden.
Bild: KEYSTONE
Zu zweit durch dick und dünn – und durch heiss und eiskalt: Dieses Liebespaar sprang am Valentinstag in Hamburg ins kalte Wasser.
Bild: Georg Wendt/dpa
Fasnächtliche und farbenfrohe Puppen zieren das Dorf Seelisberg im Kanton Uri über die Fasnachtstage. Die Fasnacht 2021 ist im Kanton Uri aufgrund der Corona-Ppandemie praktisch verboten, es duerfen maximal nur 5 Personen unterwegs sein, aber als einer der wenigen Kantone ist in Uri das Spielen von Musikinstrumenten erlaubt. (13.02.2021)
Bild: KEYSTONE/Urs Flueeler
Die Pandabären-Geschwister Paule (r) und Pit (l) spielen in ihrem Gehege im Zoo Berlin im Schnee. (13.02.2021)
Bild: Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa
Halb Euroopa friert. Diese Heidschnucken in Braunschweig jedoch lassen sich von den frostigen Temperaturen nicht beeindrucken. (13.02.2021)
Bild: Stefan Jaitner/dpa
Sahara-Sand färbt Schnee und Himmel orange im Skigebiet Anzère in der Schweiz.
Bild: Keystone/Laurent Gillieron
Menschen drängen sich in der Einkaufsstrasse Via del Corso in Rom nachdem die Corona-Massnahmen gelockert wurden.
Bild: Cecilia Fabiano/dpa
Irgendwo dort versteckt sich die A7: Nahe Hannover herrscht dichtes Schneetreiben auf der Autobahn.
Bild: Julian Stratenschulte/dpa
Eine Replik der Saffa-Schnecke fotografiert vor der Schweizer Nationalbank während einer Jubiläumsaktion organisiert von Bern Welcome, zu 50 Jahren Frauenstimm- und -wahlrecht. (06.02.2021)
Bild: Anthony Anex/Keystone
Ein Porträt von Elisabeth Vischer-Alioth wartet darauf, an eine Hauswand geklebt zu werden, während der Vorbereitungen zur Ausstellung «Hommage 2021: Porträts von mutigen Frauen in der Berner Altstadt». (06.02.2021)
Bild: Anthony Anex/Keystone
Abgeschirmte Speisekuppel. So geht es auch. Im israelischen Jerusalem speisen Restaurantbesucher abgeschirmt von anderen Gästen in einer Kuppel. Israel plant trotz anhaltend hoher Infektionszahlen erste Lockerungen einleiten. (06.02.2021)
Bild: Muammar Awad/XinHua/dpa
Ein überfluteter Platz beim Flussufer in Saint-Ursanne. Der Fluss Doubs trat nach starken Regenfällen über die Ufer. (31.1.2021)
Bild: Keystone
Während einer Demonstration gegen die Inhaftierung von Kremlkritiker Nawalny führen russische Polizisten einen Mann ab. (31.1.2021)
Bild: Aleksander Khitrov/AP/dpa
Imposante Kulisse: In Los Angeles können sich die Menschen unter anderem auf dem Parkplatz des Dodger Stadium gegen Corona impfen lassen. (31.1.2021)
Bild: Damian Dovarganes/AP/dpa
Mehr als zwei Kilometer durch den eiskalten Bodensee: Der Extremschwimmer Paul Bieber hat mit seinem Versuch den deutschen Rekord im Distanz-Eisschwimmen gebrochen. Der 37-Jährige schwamm bei unter fünf Grad Wassertemperatur 2210 Meter weit. 43,03 Minuten brauchte er dafür. (30.1.2021)
Bild: Felix Kästle/dpa
Gleich zwei Mal binnen 48 Stunden gab es in Raron im Kanton Wallis infolge der Schlechtwettersituation in den letzten Tagen Felsstürze. (30.1.2021)
Bild: KEYSTONE/Laurent Gillieron
Vor einem pittoresken Wolkenhimmel zeigt Max Ross auf einer Slackline im Hillcrest Park im kalifornischen Fullerton sein Können. (30.1.2021)
Bild: Mark Rightmire/The Orange County Register/dpa
Ein internationales Forscherteam hat auf Madagaskar eine neue Chamäleonart entdeckt, bei der das Männchen lediglich 13,5 Millimeter lang ist. Obwohl das männliche Tier das kleinste unter rund 11‘050 Reptilienarten ist, verfügt es in Relation zur Körpergrösse über die die grössten Genitalien. Der Grund: Eine erfolgreiche Paarung mit den bedeutend grösseren Weibchen wäre sonst nicht möglich. (28.1.2021)
Bild: Frank Glaw/SNSB-ZSM/dpa
Und dann hatte Hamburg eine Mülldeponie mehr: Im Stadtteil Norderstedt der Hansestadt türmt sich in einem Gewerbegebiet bis zu sechs Meter Müll wie Bauschutt, Teerpappe, Dämmstoffe, Asbest und anderes. Der Unternehmer, der dort bestimmte Stoffe nur zwischenlagern durfte, ist verschwunden. Die Staatsanwaltschaft sucht nun nach ihm. (27.1.2021)
Bild: Christian Charisius/dpa
«Minor Canyon»: Schwere Regenfälle haben im kalifornischen Monterey County zu Schlammlawinen, Überschwemmungen und zu dieser beeindruckenden Mini-Schlucht geführt. (28.1.2021)
Bild: Noah Berger/AP/dpa
Gedenken: Die New Yorker Verkehrsbetriebe ehren 136 Mitarbeiter, die am Coronavirus gestorben sind, mit einer digitalen Gedenkstätte an 107 U-Bahn-Stationen – wie hier in der Moynihan Train Hall im New Yorker Stadtteil Manhattan. (29.1.2021)
Bild: John Minchillo/AP/dpa
Schlange an der Notaufnahme: Rettungssanitäter warten vor dem Santa Maria Krankenhaus in Lissabon, um Covid-19-Patienten zu übergeben. Portugal gehört momentan zu den Ländern mit den weltweit höchsten Neuinfektionszahlen im Verhältnis zur Einwohnerzahl. (28.1.2021)
Bild: Armando Franca/AP/dpa
Feuer an der Tankstelle: Die deutsche Rastanlage Hunsrück Ost an der Autobahn A61 ist einer nur knapp einer Katastrophe entgangen, nachdem hier ein Kleintransporter beim Betanken in Vollbrand geriet. Erst die Feuerwehr konnte das Feuer löschen – zuvor hatte der Kassier allerdings richtig reagiert und per Notschalter die ganze Tankanlage ausser Betrieb genommen. (28.1.2021)
Bild: Keystone
Strand ohne Leben: Ein Bademeister arbeitet am leeren Strand von Palma auf Mallorca. Derzeit gibt es Corona-bedingt kaum Touristen auf der Ferieninsel. (28.1.2021)
Bild: Mar Granel Palou/dpa
Da kann man auch grosse Augen machen: Auf einer österreichischen Landstrasse ist eine Waldohreule mit einem Auto zusammengestossen. Der Vogel überstand den Crash mit dem Bruch eines Flügels und wird derzeit auf einer Greifvogelstation aufgepäppelt. (28.1.2021)
Bild: APA/Keystone
Phantompatienten: An der Universität Leipzig warten Dummys mit einem Metallkopf, in den künstliche Gebisse hineingeschraubt werden können, auf Zahnmedizinstudenten. (28.1.2021)
Bild: Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
Winston hat das Coronavirus besiegt: Der Gorilla erholt sich im Zoo von San Diego nach einer umfangreichen medikamentösen Behandlung von einem schweren Verlauf seiner Corona-Infektion. Bei dem 48-jährigen Silberrücken Winston waren im Zuge der Infektion eine Lungenentzündung und Herzprobleme aufgetreten. Er wurde daraufhin mit einer Antikörper-Therapie, Herzmedikamenten und Antibiotika behandelt. (26.1.2021)
Bild: Ken Bohn/San Diego Zoo Global/dpa
Auf glühenden Kohlen: Ein Mann produziert im Gaza-Streifen beim dort grössten Produzenten Holzkohle. Als bestes und teuerstes Holz für diesen Zweck gilt das von Zitrusbäumen, aber auch das von Olivenbäumen wird gerne verwendet. (26.1.2021)
Bild: Keystone
Von Ruhe auf einer Parkbank kann hier nicht die Rede sein: Möwen und Tauben schwirren und fliegen um eine Frau in Tokio umher. (26.1.2021)
Bild: Eugene Hoshiko/AP/dpa
Schnack beim Snack: Fischer Willy Rivas scherzt im peruanischen Lima mit einem Freund beim Essen in der Fischerbucht in Chorrillos. (26.1.2021)
Bild: Rodrigo Abd/AP/dpa
Banger Blick zum Horizont: Ein freiwilliger Helfer benutzt sein Walkie-Talkie, während er den Vulkan Mount Merapi während einer Eruption überwacht. Der Vulkan, der als einer der gefährlichsten der Welt gilt, ist erneut ausgebrochen und spukte mehrere Stunden glühende Asche und Gestein. (27.1.2021)
Bild: Slamet Riyadi/AP/dpa
Stausee verkommt zu «fliessenden Müllhalde: Ein Mann geht an Tonnen von Müll vorbei, die am Fusse des Wasserkraftwerks am Potpecko-Stausee in Serbien schwimmen. Vor allem Plastikabfälle gelangen durch Nebenflüsse in den Stausee und sammeln sich hier an. Eine serbische Zeitung schrieb bereits von einer «fliessenden Müllhalde». (26.1.2021)
Bild: Darko Vojinovic/AP/dpa
Dickschädeltest: Stirn an Stirn messen zwei Rinder im deutschen Naturschutzgebiet Boberger Niederung ihre Kräfte. (25.1.2021)
Bild: Daniel Bockwoldt/dpa
Nasskaltes Ende: Zwischen Frauenfeld und Matzingen ist eine 33-jährige Wagenlenkerin bei Glatteis von der Strasse abgekommen und im Murgkanal gelandet. Die Frau wurde mit leichten Verletzungen ins Spital gebracht. (26.1.2021)
Bild: Kapo TG
Opfer der Zerstörungswut: Ein Mann räumt in einem Fast-Food-Restaurant in Rotterdam auf. Die Niederlande sind erneut von sogenannten Corona-Krawallen erfasst worden. Hunderte gewaltbereite Jugendliche hatten nach Polizeiangaben in mehreren Städten randaliert und dabei auch die Polizei angegriffen. (25.1.2021)
Bild: Peter Dejong/AP/dpa
Auf den Hund gekommen: Vierbeiner der Indian Railway Protection Force zeigen anlässlich des indischen Nationalfeiertags ihre Kunststückchen.
Bild: KEYSTONE
Galionsfigur mit Kettensäge: Im ungarischen Szilvásvárad streckt sich ein Feuerwehrmann auf dem Dach eines Zugs, um einen Ast abzusägen, der unter der Schneelast heruntergebrochen ist und die Bahnstrecke blockiert. (25.1.2021)
Bild: Keystone
Und sie tun es immer noch: In Rio De Janeiro tummeln sich grosse Menschenmengen auf engem Raum am Strand von Ipanema in Rio de Janeiro. Und das obwohl Brasilien nach wie vor sehr hohe Corona-Fallzahlen hat.
Bild: Bruna Prado/AP/dpa
Himmlische Hilfe: Feuerwehrfrau Tegan Rayner von der Belair Brigade CFS freut sich über den Regen, während sie nach Löscharbeiten der Buschbrände in Cherry Gardens in der Nähe von Adelaide, Australien, steht. (25.1.2021)
Bild: Brenton Edwards/ADELAIDE ADVERTISER/AAP/dpa
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