US Open TickerUS Open Ticker: Nadal souverän weiter ++ Murray scheitert in der 2. Runde ++ Auch die letzte Schweizerin ist raus ++ Wawrinka in vier Sätzen durch
Aus New York: Jan Arnet
29.8.2018
Vorhang auf und Bühne frei für das letzte Grand-Slam-Turnier des Jahres. Wir halten Sie mit unserem Tages-Ticker über die Geschehnisse in Flushing Meadows auf dem Laufenden.
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Die wichtigsten Partien des Tages
Nadal bleibt souverän
Rafael Nadal zieht in New York ohne Probleme in die 3. Runde ein. Der Titelverteidiger aus Spanien setzt sich in der Night-Session gegen den Kanadier Vasek Pospisil (ATP 88) 6:3, 6:4, 6:2 durch. Als nächstes trifft der Weltranglisten-Erste auf den Russen Karen Chatschanow.
«Ballerina» Serena in Runde 3 gegen Schwester Venus
Serena Williams schlägt Carina Witthöft in der 2. Runde der US Open diskussionslos 6:2, 6:2. In der 3. Runde kommt es für Serena zum «Sister Act» mit Schwester Venus.
Murray scheitert in der 2. Runde
Andy Murray hat es als ersten der Big 4 erwischt. Der Schotte unterliegt dem Spanier Fernando Verdasco in einem hart umkämpften Spiel in vier Sätzen 5:7, 6:2, 4:6, 4:6. Für Verdasco kommts in der 3. Runde zum nächsten Knüller: Er trifft auf Juan Martin del Potro.
«Ich hatte zu viele Ups and Downs in meinem Spiel», sagte Murray, der im ATP-Ranking bis auf Position 382 abgesackt ist, nach der Partie. In Flushing Meadows bestritt er sein erstes Grand-Slam-Turnier seit Wimbledon 2017, dementsprechend gering waren seinen Erwartungen vor Beginn des Turniers gewesen.
Anfang des Jahres hatte sich der ehemalige Weltranglisten-Erste aus Schottland einer Hüftoperation unterziehen müssen. Murray: «Wenn alles gut läuft, bin ich überzeugt, dass ich eines Tages wieder um die grossen Titel mitspielen kann.»
Auch die letzte Schweizerin ist raus
Als letzte Vertreterin von Swiss Tennis scheitert Jil Teichmann in New York. Die 21-Jährige aus dem Berner Seeland verliert ihre Partie der 2. Runde gegen Kaia Kanepi aus Estland 4:6, 3:6.
Teichmann lieferte sich mit der 33-jährigen Estin einen über weite Strecken ausgeglichenen Kampf, in dem der bessere Aufschlag und das druckvollere Spiel von der Grundlinie den Ausschlag zugunsten Kanepis gaben. Die Nummer 44 der Welt, die alle drei Breakchancen Teichmanns zunichte machte, hatte in der 1. Runde sensationell die Weltnummer 1 Simona Halep ausgeschaltet.
«Es war nicht meine beste Partie an diesem Turnier», sagte Teichmann. Die Hektik, Anspannung und Nervosität eines Grand-Slam-Turniers hatte auch sie in den letzten Tagen zu spüren bekommen. Mit ihren Auftritten in New York darf sie aber mehr als zufrieden sein. «Klar ist da erstmals diese Niederlage, andererseits habe ich zwei sehr spezielle Wochen erlebt.»
Erstmals überhaupt hatte sie an einem Grand-Slam-Turnier die Qualifikation für das Hauptfeld geschafft. Dank dem Einzug in die 2. Runde sicherte sich die Linkshänderin 93'000 Dollar Preisgeld und 70 Punkte im WTA-Ranking. «Das erste Mal bleibt einem immer in Erinnerung.»
Mit viel Selbstvertrauen kehrt sie nun nach Barcelona in ihre Trainingsbasis zurück. Der Erfolg macht Lust auf mehr. «Ich spüre, dass ich noch mehr Potenzial in mir habe», so die 21-Jährige.
Was hat Wawrinka eigentlich in der 10-Minuten-Pause gemacht?
Wegen der immensen Hitze haben die Organisatoren der US Open dieses Jahr eine 10-Minuten-Pause eingeführt. Diese kommt zum Einsatz, wenn ein Spiel (der Herren) länger als drei Sätze geht. Direkt nach dem dritten Satz kommt es zur Pause, bei der allerdings weder eine medizinische Behandlung noch Coaching erlaubt ist.
Novak Djokovic hatte am Dienstag gesagt, dass er diese Pause super finde, weil er eine kalte Dusche nehmen und sich umziehen konnte. Stan Wawrinka hingegen kann mit der Pause nicht viel anfangen. Zumindest hält er sich für zu kurz. Und er versteht nicht, warum die Spieler die Pause erst so spät erhalten.
«Ich habe den Turnierverantwortlichen mehrere Fragen zur neuen Regel gestellt, aber ich habe keine Antwort bekommen. Ich denke, wir sollte verstehen, warum es die Pause erst nach dem dritten Satz gibt und nicht schon vorher», sagt Wawrinka nach seinem Viersatz-Sieg über Ugo Humbert. Er hatte zudem das Pech, dass er nur im Grandstand, dem drittgrössten Stadion der US Open, spielen durfte. «Da gibt es keine Dusche.» Wie hat Stan dann die zehn Minuten genutzt? «Ich habe viel getrunken. Und ich ging aufs Klo.»
DelPo ohne Mühe weiter
Juan Martin del Potro, US-Open-Champion 2009, steht ohne gefordert zu werden in der 3. Runde. Der Argentinier schlägt den US-Amerikaner Denis Kudla klar in drei Sätzen 6:3, 6:1, 7:6. In Runde 3 trifft Del Potro entweder auf Andy Murray oder Fernando Verdasco.
🇦🇷💪🎾@delpotrojuan defeats Kudla 6-3 6-1, 7-6 to advance to R3!
Stan Wawrinka muss gegen den Qualifikanten Ugo Humbert zwar seinen ersten Satzverlust hinnehmen, gewinnt am Ende aber doch klar in vier Sätzen 7:6, 4:6, 6:3, 7:5 und steht in der 3. Runde (zum Spielbericht).
Dort bekommt er es mit Milos Raonic (ATP 24) zu tun. Der Kanadier schlug Gilles Simon in drei Sätzen 6:3, 6:4, 6:4.
🇨🇭Stan prevails!@stanwawrinka beats the heat and outlasts Humbert 7-6, 4-6, 6-3, 7-5!
Stefanos Tsitsipas, der von vielen als Geheimfavorit gehandelt wurde, scheitert in New York schon in der 2. Runde. Der Grieche (ATP 15), der beim Masters von Toronto vier Top-10-Spieler aus dem Weg räumte und erst im Final gegen Rafael Nadal verlor, unterliegt dem Russen Daniil Medvedev (ATP 36) in vier Sätzen 4:6, 3:6, 6:4, 3:6.
Relaxter Federer nach dem Spiel gegen Nishioka
Roger Federer gewinnt sein Startspiel bei den US Open gegen Yoshihito Nishioka in der Nacht auf Mittwoch locker und zieht damit in die zweite Runde ein. Nach seinen nunmehr 18 gewonnenen ersten Runden am US Open sagte er scherzhaft, dass er jetzt eigentlich zurücktreten könnte, um diesen Rekord zu wahren. Das haben einige Journalisten wohl zu ernst genommen, weshalb der Maestro umgehend dementieren muss und bittet, die Gerüchte so nicht zu verbreiten. Die Videos der Pressekonferenz:
Und für alle, die gestern nicht so lange wach bleiben konnten: Hier die Highlights von Federers Auftakt-Sieg:
Ebenfalls in der Nacht auf heute: Nick Kyrgios liefert mal wieder den Punkt der Runde
Apropos Nick Kyrgios
Das «Enfant Terrible» der Szene litt übrigens wie viele andere auch unter der brütenden Hitze in New York. Doch im Gegensatz zu seinen Kollegen verschaffte der Australier seinem Unmut mit drastischen Worten Luft. «I'm fucked, my legs are fucked. I'm cooked, I'm fucking done. I can't play,» rief er gut hörbar während des zweiten Durchgangs in Richtung seiner Box. Wir verzichten auf eine Übersetzung.
Roger Federer, aller Voraussicht nach Kyrgios' Gegner in der dritten Runde, wurde auf der Pressekonferenz ebenfalls zum Australier befragt. Federer lobt zunächst dessen Spielwitz: «Wir brauchen den Spass, wie er ihn zelebriert mit seinen Schlägen. Wir brauchen die Abwechslung. Er bringt es auf das nächste Level», sagt Federer auf Kyrgios Tweener-Invasion angesprochen. Aber Federer sagt auch bezüglich des Tempereaments des Hard-Hitters: «Normalerweise wird man etwas ruhiger, wenn die Jahre als Teenager vorbei sind. Aber bei ihm scheint es immer noch extremer zu werden. Was interessant ist.»
Apropos Hitze
Hundstage hat es bei den US Open immer schon gegeben. Doch den tropischen Bedingungen während dieser Woche sind selbst die austrainierten Tennisprofis nicht immer gewachsen.
«Brutale Bedingungen», urteilt Wimbledonsieger Novak Djokovic nach seinem Vier-Satz-Sieg über den Ungarn Marton Fucsovics. «Drei Sätze lang waren wir im Überlebensmodus», sagt der Serbe, der in seiner Karriere eigentlich schon alles erlebt hat. Aber das nicht: Nach dem dritten Durchgang gab es eine zehnminütige Pause. Djokovic und Fucsovics kühlten sich in der Kabine im Eisbad ab, nachdem sie draussen bei 36 Grad zwischenzeitlich wie angeschlagene Boxer wirkten.
Es sei zudem traurig zu sehen, dass viele Spieler unter Krämpfen zu leiden hätten, klagt Djokovic – auch wenn sie sich auf solche Bedingungen so gut wie möglich vorbereiten würden. Der einstige Weltranglisten-Erste und zweimalige US-Open-Champion plädierte für einen späteren Beginn an solchen Tagen und äusserte sich kritisch darüber, dass die neue 25-Sekunden-Uhr vor dem ersten Aufschlag herunter ticke, statt etwas mehr Zeit zum Durchschnaufen zu lassen.
Selbst Roger Federer sah nach seinem glatten Auftaktsieg komplett durchweicht aus. «Es ist besonders hart für uns Europäer, wir sind das nicht gewohnt», erklärte der Schweizer. «Ich bin einfach zufrieden, so einen Tag zu überstehen.»
Das sieht man auch nicht alle Tage: Die Französin Alizé Cornet bemerkte während der Partie gegen Johanna Larsson, dass sie ihr T-Shirt falsch herum angezogen hatte. Das Malheur behob sie direkt auf dem Court – und stand plötzlich im BH da. Das wiederum passte dem Schiedsrichter nicht: «Das kannst du nicht hier machen», sagte er und belegte Cornet mit einer Verwarnung. Verkehrt endete aus Sicht von Cornet auch die Partie: Sie verlor in drei Sätzen.
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