Nordschweiz BVB setzen beim Neubau der Basler Busgarage auf Kreislaufwirtschaft

dosp, sda

22.7.2024 - 16:00

Mit einem Pneukran werden die Stahlträger der alten Basler Busgarage fein säuberlich abgetragen, damit sie wiederverwendet werden können.
Mit einem Pneukran werden die Stahlträger der alten Basler Busgarage fein säuberlich abgetragen, damit sie wiederverwendet werden können.
Keystone

Für 161 Millionen Franken entsteht bis 2027 in Basel die grösste Indoor-Garage für Elektrobusse in Europa. Knapp ein Drittel der Stahlträger des Garagen-Altbaus an der Rankstrasse wollen die Basler Verkehrs-Betriebe im Neubau ihrer Garage wiederverwenden, wie die Verantwortlichen der Verkehrs-Betriebe am Montag mitteilten.

Vom Altbau aus dem Jahr 1972 steht nur noch das Gerippe aus massiven Stahlträgern. Und auch das nicht mehr für lange Zeit. Mit einem Pneukran werden die auseinander geschraubten Träger abgehoben und am Rand aufeinandergestapelt.

Sie sollen wiederverwendet werden, wie Vertreter der Basler Verkehrs-Betriebe (BVB) und eine Vertreterin von Immobilien Basel-Stadt am Montag an einer Medienbesichtigung sagten. Knapp ein Drittel der Träger werde im Garagen-Neubau wiederverwendet, der Rest für den Neubau von Wohnhäusern zwischengelagert.

Nachhaltigkeit als Programm

Das Stichwort Nachhaltigkeit sei Programm für die BVB, sagte deren Direktor Bruno Stehrenberger. Da sei zum einen die vollständige Umstellung auf den Elektrobetrieb. Heute seien bereits schon 65 E-Busse im Betrieb. Bis 2027 sollen es dann alle 126 sein, was zu Einsparung von rund 10'000 Tonnen CO2 pro Jahr führen werde.

Für diese Busse muss eine neue Garage her. Mit 144 Ladepunkten auf vier Etagen werde sie die grösste Indooranlage dieser Art in Europa sein, sagte Stehrenberger.

Möglichst nachhaltig solle auch der Neubau sein, sagte Daniel Schölz, Leiter BVB-Bussystem 2027. Nebst der Wiederverwendung von Baumaterialien, soll mit diesen auch sparsam umgegangen werden. So werde bei Stockwerken, die lediglich dem Abstellen von Bussen dienen, auf eine Fassade verzichtet.

Im 1. Quartal 2025 sollen die eigentlichen Neubauarbeiten mit dem Aushub beginnen. Und Ende 2027 ist geplant, den 161 Millionen Franken teuren Neubau in Betrieb zu nehmen.

dosp, sda