Viele Menschen geniessen das perfekte Badewetter. Doch ist wegen der Unfälle in Badis und Flüssen der vergangenen Tage auch Vorsicht geboten.
Gehört schon fast zum Schweizer Kulturgut: ein Sprung vom Berner Schönausteg in die Aare.
Baden bis in den späten Abend hinein: Auch am Genfersee ist das in diesen Tagen möglich.
Spielwiese statt Büro: Viele Menschen treibt es trotz heisser Temperaturen ins Freie.
Auch Tiere scheinen das kühle Nass zu geniessen während der Hitzewelle.
Die Hitzewelle und ihre Schattenseite
Viele Menschen geniessen das perfekte Badewetter. Doch ist wegen der Unfälle in Badis und Flüssen der vergangenen Tage auch Vorsicht geboten.
Gehört schon fast zum Schweizer Kulturgut: ein Sprung vom Berner Schönausteg in die Aare.
Baden bis in den späten Abend hinein: Auch am Genfersee ist das in diesen Tagen möglich.
Spielwiese statt Büro: Viele Menschen treibt es trotz heisser Temperaturen ins Freie.
Auch Tiere scheinen das kühle Nass zu geniessen während der Hitzewelle.
Die Hitzewelle in der Schweiz hat auch viele Schattenseiten. Und: Bald rollt die nächste Welle heisser Sahara-Luft auf Europa zu.
Tragische Badeunfälle, hohe Ozonwerte und mehr Notfälle wegen Kreislaufproblemen: Die anhaltende Hitzewelle in der Schweiz hat neben der Sonnen- auch eine Schattenseite. Zum Durchatmen bleibt wenig Zeit. Bald rollt die nächste Welle heisser Sahara-Luft auf Europa zu.
Hoch «Ulla» bescherte am Donnerstag einigen weiteren Schweizer Stationen einen neuen Juni-Temperaturrekord. Gemäss SRF Meteo war es in Piotta TI 35,1 Grad (alter Rekord: 34 Grad), in Cimetta TI 29,7 Grad (26,2 Grad) und in Poschiavo GR 34,3 Grad (33,1 Grad) heiss.
Laut Meteoschweiz wurden am späten Donnerstagnachmittag in Koppigen BE und Cevio TI über 36 Grad registriert. In Sitten wurde mit 36,6 Grad der höchste in diesem Jahr in der Schweiz gemessene Wert erreicht.
Schon in der Nacht war es sehr warm gewesen. In Vevey VD sank das Thermometer nicht unter 25 Grad. Auf der Lägern an der Kantonsgrenze von Zürich und Aargau wurden über 24 Grad gemessen. Mehr als 23 Grad gab es zudem auf dem Pfannenstiel oberhalb des Zürichsees und dem Hörnli im Zürcher Oberland sowie in Lugano TI und in Locarno TI.
Hochwasser- und Waldbrandgefahr
Gemäss Naturgefahrenbulletin des Bundes herrscht in weiten Teilen des Wallis, des Tessins und im Gebiet um Basel auch in den kommenden Tagen die zweithöchste von fünf Hitze-Gefahrenstufen. Die Behörden rechnen erst ab Dienstag mit einer Entspannung.
Wegen der Hitze schmilzt in den Bergen auch der teilweise noch massig vorhandene Schnee. Das führt zu erhöhten Abflüssen in alpinen Gewässern. Am Bodensee und an der Rhone herrscht deshalb mässige Hochwassergefahr.
Das Risiko von Waldbränden ist aufgrund der Trockenheit ebenfalls gestiegen. In der Nordwestschweiz und im Tessin herrscht «erhebliche» Gefahr. Die betroffenen Kantone mahnen zu sorgfältigem Umgang mit Feuer im Freien.
Zu viel Ozon in der Luft
Verschiedene Kantone warnen in diesen Tagen zusätzlich vor den aktuell hohen Ozonwerten – insbesondere in der Nord- und der Südschweiz. Vor allem im Sottoceneri lagen die Ozonwerte deutlich über dem Grenzwert von 120 Mikrogramm pro Kubikmeter (μg/m3).
Den Spitzenwert erreichte am Mittwoch Chiasso TI mit 296 μg/m3. Auch in Mendrisio TI wurden über 260 μg/m3 gemessen. Dort und an weiteren Orten wurde der Schwellenwert von 240 μg/m3 (europäischer Alarmwert) während drei oder mehr aufeinanderfolgenden Stunden überschritten.
Deshalb gilt auf der A2 zwischen Chiasso und Taverne TI sowie auf der A394 zwischen Mendrisio und Gaggiolo TI ab sofort jeweils am Nachmittag Tempo 80. Vom Limit ausgenommen sind Fahrzeuge der Rettungsdienste. Neben der Geschwindigkeitsbegrenzung ordneten die Behörden im Südkanton an, dass auf Autobahnen ein Überholverbot für schwere Fahrzeuge gilt.
Appell an Bauherren
Die kantonalen Umweltschutzämter rufen die Bevölkerung wegen der schlechten Luftqualität auf, körperliche Anstrengungen anzupassen und einen Beitrag zu weniger Luftschadstoffen zu leisten. Der Bevölkerung wird etwa empfohlen, sich wenn immer möglich unmotorisiert fortzubewegen.
In mehreren Kantonen der Westschweiz, wo die Ozonwerte ebenfalls deutlich über dem Grenzwert liegen, wurde eine Werbeaktion zur Förderung des öffentlichen Verkehrs lanciert: Beispielsweise winkt für den Kauf eines Schnupper-Halbtaxabos eine Ermässigung.
Die Gewerkschaft Unia forderte die Bauherren auf, den Schutz der Gesundheit ihrer Angestellten zu gewährleisten. Baustellen seien zu schliessen und die Arbeitszeiten anzupassen. Insbesondere die öffentlichen Bauherren, wie das Astra, die SBB oder Kantone, Städte und Gemeinden, müssten nun ihre Abgabetermine verschieben.
Kreislauf gefordert
Dass die Gesundheit während der Hitzeperiode gefährdet sein kann, zeigt ein Blick in die Notfallstationen von Schweizer Spitälern. Diese haben in den vergangenen Tagen teilweise vermehrt mit Herz-Kreislauf-Patienten zu tun, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA zeigt.
«Es gibt Patienten jeden Alters, die wegen der Hitze in den Notfall am Unispital Zürich kommen», sagte eine Sprecherin. Sie litten vor allem an Hitzeerschöpfung, also Schwäche, Schwindel oder Kreislaufkollapsen.
Auch das Universitätsspital Basel und das Kantonsspital Aarau berichten von einer Zunahme von Notfällen. Andernorts, wie beispielsweise im Berner Inselspital, rechnen die Verantwortlichen vorderhand nicht mit einem Ansturm von Patienten, die wegen der Hitze gesundheitliche Probleme haben.
16-Jährige ertrinkt in der Aare
Um einer Überhitzung entgegenzuwirken, hilft beispielsweise ein Bad. Laut dem Wetterdienst Meteonews liegen die Temperaturen aller grösseren Schweizer Seen derzeit über 20 Grad – die Ausnahme bildet der Brienzersee im Berner Oberland mit 19 Grad.
Weil sich bei den hohen Temperaturen mehr Menschen ins kühle Nass wagen, mehren sich auch die Badeunfälle. Beim Stauwehr Engehalde in Bern wurde am Mittwochnachmittag eine 16-jährige Schweizerin aus dem Kanton Bern tot aus der Aare geborgen.
Der fünfjährige Knabe, der am Mittwoch regungslos auf dem Grund des Schwimmbads in Rotkreuz ZG lag und von Badegästen geborgen wurde, ist dagegen wieder wohlauf. Er könne das Spital bald verlassen, hiess es am Donnerstag.
Keine siebenwöchige Periode
Weil das Wetter auch am Wochenende heiss und trocken bleibt, reagieren auch die Veranstalter von verschiedenen Outdoor-Veranstaltungen. Das Open Air St. Gallen stellt zusätzliche Schattenplätze zur Verfügung und lockert die Getränkeregeln.
Gemäss alter Bauernregel müssten sich weitere Festivalorganisatoren bald ähnliche Gedanken machen. Am Donnerstag war nämlich Siebenschläfertag. Dieser besagt: «So wie das Wetter am Siebenschläfertag, so es sieben Wochen bleiben mag!»
Doch die Meteorologen beruhigen. Ein Tag entscheide nicht über den weiteren Sommerverlauf. Laut den neusten Prognosen kommen in der kommenden Woche allmählich Gewitter auf, und die Temperaturen gehen zumindest etwas zurück.
Eine Frau betrachtet bei Märjela die Eismassen des Aletschgletschers aus der Nähe. Der mächtigste Gletscher der Alpen ist Unesco-Weltkultuerbe – womöglich aber nicht mehr allzu lange. Wissenschaftler der ETH Zürich haben kürzlich simuliert, dass aufgrund der Klimaerwärmung zu Ende des Jahrhunderts wohl nur noch ein paar kleine Eisfelder von dem derzeit über 80 Quadratkilometer grossen Gletscher übrig sind.
Im Kiental wurden rund 150 Alpaka-Tiere beim «Alpabzug» zurück ins Tal getrieben. Touristen in einem Bus fühlten sie wie in den südamerikanischen Anden.
Ein Kalb hat auf der traditionellen Viehschau in Schwellbrunn wenig Lust auf aktive Teilnahme.
Ob diese Rinder auf der Schwyzer Viehausstellung ganz besonders gut dastehen, erschliesst sich aus dieser Perspektive wohl nur dem Profi.
Am Wochenende hat im freiburgischen Charmey das traditionelle Heuwagenrennen für Stimmung gesorgt. Der Anlass in dem Greyerzer Dorf findet seit 1972 jährlich zum Chilbi-Fest statt. Dazu werden alte Heukarren geschmückt und von verschiedenen Teams so schnell wie möglich durch das Dorf gezogen.
Die BMX-Bande ist zurück und will an den Europameisterschaften in Cadenazzo TI hoch hinaus.
Berufswunsch Nationalrätin? Ein Mädchen führt im Bundeshaus zumindest schonmal eine Sitzprobe durch. Am Samstag veranstaltete das Bundeshaus einen Tag der offenen Tür.
Hoch hinauf geht es bei der Einweihung der neuen Kletterrouten am Sambuco-Staudamm bei Fusio am Ende des Val Lavizzara. Nun stehen Sportklettern insgesamt vier Routen zur Verfügung.
Ein Lamborghini Veneno Roadster as dem Jahr 2014 war die grösste Attraktion bei der Versteigerung von zwei Dutzend Luxusautos, die von Genfer Behörden 2016 beschlagnahmt worden ewaren: Sie hatten dem Diktatorensohn Teodorín Obiang aus Äquatorialguinea gehört, dem Geldwäsche und Missmanagement öffentlicher Vermögen vorgeworfen worden war.
Eine junge Frau geleitet mit einer Herde von Kühen während der 50. Ausgabe der Desalpe de Charmey im Kanton Freiburg ins Tal. Tausende Zuschauer wohnten dem Spektakel bei.
Wahlplakate stehen in der Bundesgasse, am Donnerstag, 26. September 2019, in Bern. Am 20. Oktober 2019 finden die Parlamentswahlen statt.
Klimastreik in Zürich am Freitag, 27. September 2019.
In Saint-Maurice VS haben Archäologen im Zuge von Bauarbeiten einen Friedhof aus dem Hochmittelalter freigelegt, in dem bis zu 250 Menschen bestattet wurden.
Auf der Kantonsstrasse T 332 bei Hemishofen ist der Anhängerzug eines Schaustellers ausser Kontrolle geraten. Ein mitgeführter Latrinenwagen kollidierte dabei mit einem Signalisationsmasten. Der Aufbau wurde bei der Kollision auseinandergerissen und zerschellte auf der Fahrbahn. Verletzt wurde niemand.
Rund 100 Umweltaktivisten haben einen Trauermarsch zum geschmolzenen Pizol-Gletscher im Kanton St. Gallen gemacht. Mit der Aktion wollten sie auf die Bedrohung des Klimawandels aufmerksam machen.
Bei der Kunstinstallation «Mirage Gstaad» werden die Besucher schon seit Längerem mit surreal anmutenden Bildern konfrontiert. Der Grund: Der US-Künstler Doug Aitken hat eine spiegelnde Gebäudeskulptur errichtet. Auch im Spätsommer ist das Werk ein visuell aussergewöhnliches Erlebnis.
In Lugano ist die «wopart – Work on Paper Fair» gestartet. Eine Kunstausstellung, die sich mit der Arbeit auf Papier beschäftigt.
Jäger Peter Marugg (links) und Sohn Men beobachten Gamswild vor der Kulisse des «Chessler», aufgenommen in der zweiten Woche der Bündner Hochjagd.
Mit Humor auf der Suche nach Spendern: Vor Bechern am Bahnhofplatz in Bern zeigen Schilder, was sich eine kanadische Bettlerin wünscht: «New Socks», «Ferrari» und «Food».
Auf der Autobahn A7 bei Frauenfeld ist eine 26-Jährige mit ihrem Fahrzeug mit einem Signalisationsanhänger kollidiert. Die verletzte Frau musste mit dem Rettungswagen ins Sputal gebracht werden. Die Kantonspolizei Thurgau sucht Zeugen.
Detailaufnahme vom Füdli des Asiatischen Elefantenbullen «Maxi» im Zürcher. Das Tier feiert irgendwann diese Tage – ganz genau kennt man das Datum nicht – seinen 50. Geburtstag und ist damit ältester «Mitarbeiter» des Zoos.
Wollgras in der herbstlichen Abendsonne in Vals.
Ein Mann liegt auf einem riesigen Landartgemälde des französisch-schweizerischen Künstlers Saype im «Parc de la Grange» in Genf. Die 165 Meter lange und 30 Meter breite, biologisch abbaubare Malerei aus Pigmenten von Holzkohle, Kreide, Wasser und Milcheiweiss entstand auf einer Gesamtfläche von 5'000 Quadratmetern. Die Kunstinstallation ist Bestand des «Beyond Walls Project» und soll menschliche Werte wie Zusammengehörigkeit, Freundlichkeit und Weltoffenheit fördern.
Zeitlos und typisch Schweiz: Atemberaubend schöne Fotos von unseren Leserinnen und -Lesern.
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