Im Mai ist SchlussGrünen-Nationalrätin Regula Rytz tritt zurück – Natalie Imboden rückt nach
tl, sda
3.4.2022 - 10:30
Grünen-Nationalrätin Regula Rytz hat ihren Rückzug aus dem Nationalrat bekanntgegeben. (Archiv)
Bild: Keystone
Grünen-Politikerin Regula Rytz tritt nach der Sondersession im Mai aus dem Nationalrat zurück. Danach will sie das Präsidium der Entwicklungsorganisation Helvetas übernehmen und sich zudem selbständig machen.
Keystone-SDA, tl, sda
03.04.2022, 10:30
03.04.2022, 11:16
SDA/uri
Die Berner Grünen-Nationalrätin Regula Rytz hat am Samstag ihren Rückzug aus der nationalen Politik bekanntgegeben. Die bisherige Berner Grossrätin Natalie Imboden rückt für die Grünen in den Nationalrat nach. Das teilten die Grünen am Sonntag mit.
Rytz hatte ihren Entscheid zuvor in der «Sonntagszeitung» publik gemacht, bekannt wurde er am späten Samstagabend. Die Grünen-Politikerin plant, das Präsidium der Entwicklungsorganisation Helvetas zu übernehmen. Die Klimakrise werde den Planeten «dramatisch verändern», und die Ärmsten dieser Welt würden am stärksten betroffen sein, begründete sie dies gegenüber der «Sonntagszeitung».
Regula Rytz wechselt die Bühne.
Wir bedauern deinen Rücktritt & freuen uns gleichzeitig, dass du die grünen Werte auf anderen Bühnen weiter vorantreibst. Danke für alles, @RegulaRytz! 💚https://t.co/F5wCvq4h4V
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Youtube, Tiktok oder Facebook.
Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.
Daneben will sich Rytz selbständig machen und ein Beratungsbüro eröffnen. wie sie gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte. Zudem möchte sie sich als Delegierte bei den europäischen Grünen mehr um die Europapolitik kümmern. Ziel sei es, das institutionelle Abkommen in einem zweiten Anlauf durchzubringen. «Ich höre mit der Politik nicht auf. Ich wechsle einfach die Bühne», erklärte sie dazu der «Sonntagszeitung».
Prägende Persönlichkeit
Niemand habe die Politik der Grünen in den vergangenen zehn Jahren so stark geprägt wie Rytz, würdigte Grünen-Präsident Balthasar Glättli in einem Communiqué seine Vorgängerin. Rytz habe eine engagierte und soziale grüne Politik bis in die Breite der Gesellschaft getragen. Die abtretende Nationalrätin sei eine «blitzschnelle Analytikerin und über politische Grenzen hinweg geschätzte Allianzenschmiedin», schrieben die Grünen des Kantons Bern.
Liebe @RegulaRytz Du hast die @gruenech über ein Jahrzehnt geprägt & an die Türe des Bundesratszimmers geführt. 💚lichen Dank fürs unermüdliche Engagement.
Wir bedauern deinen Rücktritt & freuen uns, dass du grüne Politik auf anderen Bühnen vorantreibst!https://t.co/SqTpaUquMd
Dieser Inhalt stammt von externen Anbietern wie Youtube, Tiktok oder Facebook.
Aktiviere bitte "Swisscom Werbung bei Dritten", um diesen Inhalt anzuzeigen.
Rytz' Nachfolgerin im Nationalrat, Natalie Imboden, war am vergangenen Sonntag erneut in den Berner Grossen Rat gewählt worden. Diese Wiederwahl wird sie nun nicht annehmen. Ihren Sitz im Berner Kantonsparlament erbt Rahel Ruch.
Seit 2011 auf nationalem Politparkett
Rytz war seit 2011 im Nationalrat. Ein Jahr nach ihrer Wahl ins Bundesparlament wurde sie zur Präsidentin der Grünen Schweiz gewählt, zunächst als Co-Präsidentin neben der damaligen Waadtländer Nationalrätin und heutigen Ständerätin Adèle Thorens Goumaz. Nach deren Rücktritt vom Parteiamt führte sie die Partei von 2016 bis 2020 allein.
2019 führte Rytz die Grünen als Präsidentin zu einem historischen Wahlsieg. Bei den Nationalratswahlen gewannen die Grünen mehr als 6 Prozentpunkte und 17 Sitze dazu. Noch im selben Jahr stellten sie die Berner Politikerin als Bundesratskandidatin auf. Die Kandidatur blieb am am Wahltag allerdings ohne Erfolg. Das Parlament stellte sich hinter die bisherigen FDP-Bundesräte Ignazio Cassis und Karin Keller-Sutter.
Bevor Rytz auf nationaler Ebene politisierte, war sie bereits der lokalen und kantonalen Politik aktiv. 1987 gehörte sie mit 25 Jahren zu den Gründungsmitgliedern des Grünen Bündnisses (GB), 2001 bis 2005 leitete sie die Kantonalpartei. Die ehemalige Lehrerin wurde schon 1994 Mitglied des bernischen Grossen Rats. 2004 zog sie in die Stadtberner Exekutive ein. In der Stadtregierung stand sie bis 2012 der Baudirektion vor.
Mit einem tränenden Auge blickt er auf seine Karriere zurück
Ein Schloss, das über 900 Jahre auf den Hügeln über der Töss thront. Die Kyburg ist im Kanton Zürich wohl das bekannteste Schloss. Ueli Stauffacher wachte über 25 Jahre über die Ausstellung. Jetzt verlässt er seinen Posten.
16.01.2025
St. Gallen: Kleinstes Skigebiet der Welt ohne Schnee eröffnet
In der Stadt St. Gallen eröffnet am Samstag das kleinste Skigebiet der Welt. Das Kunstprojekt ist ein Abgesang auf die nostalgischen Zeiten am Bügellift. Und es ist als Anspielung auf den Klimawandel zu verstehen.
01.02.2025
Trump-Doppelgänger kritisiert WEF-Elite an Demo
Zwischen Saxofonklängen und Anti-Kapitalismus-Transparenten: Die Strike WEF-Bewegung zog am Wochenende mit 350 Teilnehmer*innen aus ganz Europa nach Davos, um ihre Forderungen nach Klimagerechtigkeit lautstark zu unterstreichen.
19.01.2025
Mit einem tränenden Auge blickt er auf seine Karriere zurück
St. Gallen: Kleinstes Skigebiet der Welt ohne Schnee eröffnet