Champions Hockey League Champions Hockey League: Alle drei Schweizer Klubs bleiben im Viertelfinal hängen

SDA

10.12.2019

Schwarzer Abend für das Schweizer Hockey in der Champions League: Lausanne, Zug und Biel verlieren die Achtelfinal-Rückspiele allesamt und scheiden aus.

Trotz vorzüglicher Ausgangslage und Heimvorteil scheiterten Biel und Zug in der Champions Hockey League. Biel spielte und scheiterte gegen Frölunda grandios (3:5 nach Verlängerung), der EV Zug schlitterte gegen Hradec Kralove dagegen in ein Debakel (0:4).

Unterschiedlicher hätten die Leistungen kaum ausfallen können: Der EHC Biel sah in einem grossartigen, hochstehenden Spiel bis 170 Sekunden vor Schluss wie der sichere Halbfinalist aus. Dann lief den Seeländern die Partie aber aus dem Ruder. Der EV Zug dagegen scheiterte nach einem Auswärts-Unentschieden in Tschechien (1:1) gegen Mountfield Hradec Kralove sang- und klanglos.

Das Ausscheiden gegen die Frölunda Indians wird den Bielern noch lange zu denken geben. Im Hinspiel führte Biel auswärts bis zur 51. Minute mit 3:0, gewann letztlich aber nur 3:2. Im Rückspiel vor fast 5600 begeisterten Zuschauern ging Biel nach 56 Minuten durch den Österreicher Peter Schneider wieder 3:2 in Führung. Frölunda nahm den Goalie zu Gunsten eines zusätzlichen Stürmers vom Eis. Biel verfehlte zweimal mit Schüssen das verlassene Tor – und gab die Partie daraufhin noch aus der Hand.

Innerhalb von 19 Sekunden machten Patrik Carlsson und Theodor Lennström für Frölunda – den Champions-League-Sieger von 2016, 2017 und 2019 – aus dem 2:3 ein 4:3. Die Verlängerung musste darüber entscheiden, wer in die Halbfinals einzieht. In den Achtelfinals gegen die Augsburger Panther hatte Biel diese Lotterie gewonnen. Gegen Frölunda verpassten die Bieler zuerst das Siegestor und kassierten anschliessend zuerst eine dumme Strafe und in Unterzahl das entscheidende Gegentor. Wieder traf Carlsson für die Schweden.

Debakel für den EVZ

Seiner klaren Favoritenrolle überhaupt nicht gerecht wurde Zug. Die Innerschweizer dominierten gegen Mountfield Hradec Kralove nach dem 1:1 in Tschechien im Heimspiel die ersten 22 Minuten mit 11:3 Torschüssen. Aber die Zuger sündigten im Abschluss. Und als sie in der 23. Minute völlig entgegen des Spielverlaufs 0:1 in Rückstand gerieten, fielen sie auseinander.

Innerhalb von 144 Sekunden machte Hradec Kralove, Spengler-Cup-Teilnehmer 2015 und 2016, bei Spielmitte aus dem 1:0 ein 3:0, danach fand der EV Zug den Zugriff auf die Partie nicht mehr. Für den einzigen Teilerfolg im Rückspiel sorgte Yannick-Lennart Albrecht, der im dritten Abschnitt eine Prügelei gegen Kevin Klima zu seinen Gunsten entschied.

Vor dem Zuger Goal stand Leonardo Genoni. Luca Hollenstein, der im Hinspiel geglänzt hatte, fehlte erkrankt. Genoni sah beim zweiten Gegentreffer, als ihn Radek Smolenak aus spitzem Winkel erwischte, nicht gut aus.

Dem EV Zug bringt die Champions Hockey League – zumindest in den Playoffs – kein Glück. Letzte Saison schieden die Zuger in den Achtelfinals gegen den späteren Finalisten München aus – schon damals brachten sie nach einem Auswärtssieg (3:2) im Rückspiel vor eigenem Anhang keinen Treffer zu Stande.

Lausanne gegen Lulea chancenlos

Lausanne verlor im Viertelfinal-Rückspiel beim schwedischen Meisterschafts-Leader Lulea mit 2:5 und schied mit dem Gesamtskore von 3:7 aus. Das kaltblütige Lulea realisierte zwei Powerplay-Tore und im Finish der Partie auch noch zwei Empty Netter. Noel Gunler wies den Gastgebern mit den Toren zum 2:1 (18.) und 3:1 (43./in Überzahl) den Weg zum Sieg.

Lausanne war durch einen Shorthander von Joel Vermin in Führung gegangen (4.). Doch noch in der gleichen Überzahl glich Lulea durch Isaac Brännström aus.

Wettbewerbsübergreifend kassierten die Waadtländer die fünfte Niederlage in Serie, drei davon kassierten sie in der Meisterschaft. Als Champions-League-Neuling zog sich Lausanne mit dem Viertelfinal-Vorstoss in diesem Wettbewerb aber achtbar aus der Affäre.

Und mit dem aktuellen schwedischen Leader sowie Champions-League-Gewinner von 2015 war die Hürde wie erwartet zu hoch. Das formstarke Lulea, das in den Achtelfinals den SC Bern ausgeschaltet hatte, war erst am vergangenen Wochenende nach zehn Siegen in Folge in der Liga von Färjestads BK erstmals wieder bezwungen worden.

Die Rückspiele im Überblick


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